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OKTOBER 2018

Kolumne

Platz für alle

Popkultur und was sonst noch zu sagen ist.

V

on der aktuellen Serienschwemme profitieren nicht nur wir, sondern auch die Schauspieler. Generell scheint es ja, dass außer den üblichen Verdächtigen (Tom Cruise, Cameron Diaz, Dwayne Johnson) in Hollywood sowieso niemand mehr von Kinofilmen lebt und der einzige Anreiz in der Filmpreis-Nominierung liegt. Wenn’s um spannende Rollen geht, geht man im Jahr 2018 jedenfalls lieber zu Netflix, Amazon oder HBO und schaut sich um, welches der gefühlt 50 laufenden Serienprojekte am besten passt.

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Und so sieht man aktuell gerade Emma Stone in „Maniac“ in einer der coolsten Rollen ihrer Karriere – ein Jahr, nachdem sie den Oscar für „La La Land“ gewonnen hat. Olivia Coleman, die vor der großartigen Serie „Broadchurch“ nur die wenigsten kannten, war auch in „Fleabag“ der Hammer und darf nun in „The Crown“ Queen Elizabeth spielen. Ihre Schauspielkollegin aus „Broadchurch“ Jodie Whittaker wird demnächst die erste weibliche Dr. Who der Geschichte, was in England quasi einem Ritterschlag gleichkommt. Und David Tennant, der auch in „Broadchurch“ war, war bereits Dr. Who und taucht bald in „Camping“, der neuen Serie von Lena Dunham („Girls“) auf. Hier sind übrigens auch Jennifer Garner und Juliette Lewis mit von der Partie.

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Apropos: Gerade für Frauen über 40 ist der Serienboom ein wahrer Segen. Mussten früher alle um die wenigen guten Rollen kämpfen, ist jetzt viel Spielraum: von Robin Wright als Claire Underwood in „House of Cards“ bis Drew Barrymore als blutrünstige Vorstadtmutter in „Santa Clarita Diet".