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SEPTEMBER 2014

AirBnB

Ich leih dir mein Zuhause

Airbnb ist mittlerweile eine gefragte Alternative zu Hotels und Jugendherbergen. Auch in Innsbruck ist dieser Aspekt des individuellen Reisens angekommen. 6020 hat eine Buchungsanfrage gestellt.

Illustration: Monika Cichon
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uf der ganzen Welt zuhause sein: Nach dieser Idee ist die Online-Plattform Airbnb konzipiert. Das dazugehörige Unternehmen wurde 2008 in Silicon Valley gegründet. Private Vermieter stellen auf der Plattform ihre Unterkunft vor, Gäste können online buchen. Die gesamte Abwicklung läuft über Airbnb. Die Gäste zahlen per Kreditkarte an das Unternehmen, dem Gastgeber wird der Betrag erst 24 Stunden nach der Abreise seiner Gäste überwiesen.

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Die Angebote reichen von kleinen Zimmern in WGs über gesamte Wohnungen oder Häuser bis hin zu ausgefalleneren Alternativen wie Baumhäuser oder Hausboote. Zu finden gibt es Unterkünfte in 192 Ländern und über 260.000 Städten. Eine davon ist Innsbruck. 311 private Vermieter bieten hier derzeit ihre Unterkunft an. Zwei von ihnen haben unsere Buchungsanfrage beantwortet und ihre Erfahrungen mit uns geteilt.

Anna

vermietet ihre gesamte Wohnung. Für 95 Euro pro Nacht ist die 100 m2 große Wohnung in Wilten zu haben.

 

 

6020:

Vermietest du deine Wohnung nur, wenn du nicht in der Stadt bist?

Anna: Ja, ausschließlich. Ich bin berufsbedingt viel in Deutschland. Oft über Wochen. In dieser Zeit vermiete ich die Wohnung. Der Typ „Schlaf auf meiner Couch und wir treffen uns morgens im Bad“ bin ich definitiv nicht. Eine Freundin wickelt die Schlüsselübergabe für mich ab.

 

Was waren deine Beweggründe, deine Wohnung zu vermieten?

Weil ich selbst Airbnb in meinen Urlauben genutzt habe. Ich finde die Idee einfach schön und individuell und oft sind die Angebote auch noch sehr günstig. Ich habe es dann einfach ausprobiert und mit der professionellen Abwicklung über die Online-Plattform hatte ich dann auch keine Bedenken mehr.

 

Welche persönlichen Dinge versteckst du, bevor deine Gäste kommen?

Ich habe ein Gästezimmer, also sperre ich mein eigenes Schlafzimmer sowieso zu. Es gibt ein paar Fotos, die ich dann aus dem Wohnzimmer ins Schlafzimmer übersiedle, und ich habe mich auch schon dabei ertappt, dass ich gewisse Damenartikel aus dem Badezimmerschrank geräumt habe, als zwei Männer meine Wohnung gebucht hatten. Das ist mir im Nachhinein dann selbst kindisch vorgekommen.

Recht und Steuern.

Die Benutzung von Privatwohnungen als untervermietete Gästeunterkünfte befindet sich in Österreich in einem rechtlichen Graubereich. So ist zum Beispiel nicht klar, ob die angebotenen Wohnungen auch gewerberechtlich gemeldet würden müssen. Steuern und Ortstaxen müssten abgeführt werden, Tourismusabgaben werden fällig. Dann wären da noch die Nachbarn. All dies gilt für Eigentumswohnungen, bei Mietwohnungen tun sich noch weitere Fragen auf. Sich zu informieren und abzusichern, bevor man unter die Privatvermieter geht, wird deshalb unbedingt empfohlen.

Der Städtevergleich

Innsbruck: 311 Airbnb-Unterkünfte • Salzburg: 371 • Graz: 175 • Wien: 1.000