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Mokka 3.0

Ein harter Schlag für Bobos: Es braucht keine 1.000-Euro-Siebträger-Maschine, damit der Kaffee gelingt. Der österreichische Barista-Champion Cem Korkmaz hat für 6020 vier Low-Budget-Gerätschaften getestet.

Fotos: Dominique Huter

ZUR PERSON 

Cem Korkmaz ist sechsfacher Barista-Meister, zertifizierter Barista-Trainer und Inhaber von drei COFFEEkult-Filialen in Innsbruck.

Hario V60 Porzellanfilter

Preis: ca. 30 Euro, plus 60 Filter um ca. 7 Euro

Funktionsweise: Wie zu Omas Zeiten, allerdings besitzt der Filterhalter eine Struktur, die dem Wasser eine Tropfrichtung aufzwingt. Die Papierfilter laufen spitz zu und garantieren so eine exakte Extraktion.

Expertenurteil: „Der Kaffeegeschmack wird rund, hier ist auch die Kaffeesüße spürbar. Der V60 bietet für mich das vollwertigste Geschmackserlebnis von allen getesteten Varianten. Meine erste Wahl für zu Hause.“

Kaffee-Syphon

Preis: von 35 Euro (Bodum) bis ca. 80 Euro (Hario)

Funktionsweise: Das erwärmte Wasser im unteren Glaskolben lässt einen Unterdruck entstehen, der das Wasser durch ein dünnes Glasröhrchen in den oberen Glaskolben zieht. Dort vermischt es sich mit dem Kaffeepulver. Sobald die Hitzequelle ausgeschaltet wird, sinkt der Kaffee wieder in den unteren Kolben, der Satz wird durch einen Filter im Röhrchen zurückgehalten. Die Extraktionszeit lässt sich über die Hitzezufuhr exakt steuern. 

Expertenurteil: „Angenehmes rundes Mundgefühl, leicht teeartige Konsistenz, im Geschmack nicht vergleichbar mit einer Bialetti-Mokka-Zubereitung, da die jeweiligen Kaffee-Aromen bei dieser Zubereitungsart sehr viel besser zur Geltung kommen.“

Espressokocher Bialetti

Preis: ab 20 Euro 

Funktionsweise: Das kochende Wasser im unteren Wassertank lässt einen Unterdruck entstehen, der das Wasser durch einen Metallfilter nach oben in die zweite Kammer saugt. Der Kaffeesatz bleibt im Filter. Pflegehinweis: unmittelbar nach der Benutzung mit warmem Wasser reinigen. Dass ölige Rückstände den Geschmack verbessern, ist übrigens ein Irrtum.

Expertenurteil: „Eine schnelle Zubereitungsart mit einigen Nachteilen: Der Kaffee ist für mich geschmacklich zu kräftig, herb und bitter, es fehlt ihm Milde und Aromaintensität.“

Aerobie AeroPress

Preis: 30 Euro (inkl. 350 Filter)

Funktionsweise: Der untere Teil der AeroPress steht auf einer Kaffeetasse. Das Kaffeepulver wird eingefüllt und vom unten angeschraubten Papierfilter gehalten. Heißes Wasser wird eingefüllt, umgerührt, die Extraktionszeit selbst bestimmt. Der obere Teil der AeroPress funktioniert wie ein Pumpenkolben und presst den Kaffee durch den Filter in die Tasse.

Expertenurteil: „Die Spitzennoten des Kaffees kommen noch besser zur Geltung als beim Syphon. Hier lassen sich auch die fruchtigen Säuren des Kaffees sehr gut schmecken. Kaum Bitterstoffe – meine erste Wahl, wenn ich auf Geschäftsreise bin.“

Die besten Kaffee-Tipps vom Profi

 

Ablaufdatum: Der Kaffee sollte als ganze Bohne gekauft und innerhalb von drei Monaten verbraucht werden. 

Beste Bohnenwahl: Arabica-Bohne in einer hellen Röstung – Robusta-Mischungen bringen eine unnötig herbe Note in den Kaffee. 

Mahlgrad: Für die beschriebenen Kaffeemaschinen sollte ein mittlerer Mahlgrad eingestellt werden, je näher es zum Filterkaffee geht, desto gröber darf der Kaffee werden. 

Wasserwahl: Cem Korkmaz empfiehlt Wasserfilter, die Kalk entziehen und Magnesium hinzufügen.  

Wassertemperatur: Die optimale Wassertemperatur beträgt 88 bis 95 Grad, kochendes Wasser sollte ver≠mieden werden.