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Hinter den Kulissen

Von Kränen und Glasdächern, die aufgeschnitten werden müssen, bis hin zu Jumboanhängern, die Innsbruck in Aufregung versetzen – hinter Kunstausstellungen verbirgt sich so einiges. 6020 hat in der Galerie im Taxispalais hinter die Kulissen geblickt.

Text: Nina Zacke
Fotos: Dominique Huter
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er Geruch von Wandfarbe liegt in der Luft, Schläuche liegen wie Pinselstriche in einem abstrakten Gemälde am Boden, große Verpackungen aus Karton und Plastik, deren Inhalt sich nur erahnen lässt, verteilen sich auf den rund 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Galerie im Taxispalais. Maler streichen die Wände, Techniker wirken schwer beschäftigt und die Kuratoren laufen durch die einzelnen Räume hin und her und werfen immer wieder einen Blick auf das Geschehen, damit alles nach Plan verläuft. Der Aufbau einer neuen Ausstellung steht an. „Für den Besucher wirkt später alles so selbstverständlich, wenn er die Ausstellung sieht. Dahinter steckt aber viel Vorbereitung und Arbeit“, erzählt Beate Ermacora, die seit 2009 die Galerie im Taxispalais leitet. Die 1964 gegründete Galerie zeigt seit dem Umbau 1999 in eine kleine Kunsthalle sowohl österreichische als auch internationale Künstlerinnen und Künstler in Einzel- und Gruppenausstellungen, die sich entweder auf die Kunstgeschichte oder auf gesellschaftliche sowie gesellschaftspolitische Fragen beziehen.

Behind the scenes.

„Die Planung einer Ausstellung hat meist ein Jahr Vorlauf“, erzählt Ermacora. Gestartet wird mit einer guten Idee, in welche Richtung die Ausstellung gehen soll, und dafür hat man dann im besten Fall ein gutes Netzwerk im Hintergrund, um mit Künstlern, Galerien und Museen kooperieren zu können. Dann kommt der nächste wichtige Schritt: die Kontaktaufnahme mit dem Künstler, damit die Ausstellung auch zustande kommen kann.

 

„Für die aktuelle Ausstellung, in der es um Fragen der Globalisierung geht, haben wir relativ breit recherchiert und überlegt, was alles Teil des Themas ist und welche Aspekte wichtig sind. Die Vorbereitung einer Kunstausstellung ist eigentlich eine Recherchearbeit“, erklärt Jürgen Tabor, Kurator der Ausstellung „Welten im Widerspruch – Zonen der Globalisierung“.

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Nach dem Ausstellungsplan und dem Künstlerkontakt werden die weiteren Schritte gesetzt. Ein Transport der Kunstwerke muss rechtzeitig organisiert, der Ab- und Aufbau der Ausstellungen muss geplant und die Presse informiert werden. Zudem wird ein Kunstvermittlungsprogramm erarbeitet, das in Form von Führungen und Workshops den Erwachsenen und vor allem auch den Kindern und Jugendlichen die Kunst näher bringen soll. Beate Ermacora sieht darin eine besonders wichtige Aufgabe: „Kinder und Jugendliche sind das Publikum von morgen. Je früher man sie an Seh- oder Denkgewohnheiten heranführt, desto besser.

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Wir leben in einer visuellen Kultur, je kritischer und besser gewappnet die jungen Leute auf die visuelle Kultur reagieren können, desto besser können sie auch im Alltag mit dem Visuellen umgehen. Und ich finde, dass man dies am besten von der Kunst lernt.“

Vorbereitungen für die Ausstellung „Welten im Widerspruch“

Von Kränen und Jumboanhängern.

Dass die Vorbereitungen für eine Ausstellung nicht ganz ohne Schwierigkeiten auskommen, können die Galerieleiterin und ihr Stellvertreter nur bestätigen. So muss man zum Beispiel im Vorfeld besonders darauf achten, wie groß die Kunstwerke sind und ob sie überhaupt durch die eh schon großen Tore der Galerie passen. „Bei der Ausstellung von Daniel Richter haben wir einen Kran ordern sowie einen Glasermeister kommen lassen müssen. Dieser musste dann das Glasdach aufschneiden, um die großen Gemälde in die Hallen bringen zu können, weil sie durch keine Tür gepasst haben“, schildert die gebürtige Innsbruckerin und muss lachen.

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Es sind oftmals auch sehr große technische Anforderungen. „Bei Videoarbeiten aus China müssen Synchronisationen des Materials stattfinden, damit sie bei uns abgespielt werden können.