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FEBER 2018

Turmbau, der Dritte


Nach langen Diskussionen gibt es eine Einigung zum „P3“-Turm, der ab Ende 2018 in der Südbahnstraße 1 gebaut wird. Motel One wird hier mit 240 Zimmern einziehen. Doch welches Konzept steckt hinter der deutschen Budget-Hotelkette?

Foto: Franz Oss, Motel One (2), Heinlein & Zierl

DER ZANKAPFEL

Über die Hotelzimmeranzahl und die Gesamtgröße des „P3“-Turms wurde monatelang verhandelt, im Dezember einigte man sich schließlich auf einen Kompromiss: Der Turm wird um zwei Stöcke niedriger als im ursprünglichen Sieger­entwurf von Heinlein & Zierl geplant, hat also 13 statt 15 Stockwerke und ist 47 Meter hoch. Damit bleibt er unter der 30.000-Kubikmeter-Grenze, die die Stadtpolitik gefordert hatte. Im Gegenzug wurden PEMA-Eigentümer Markus Schafferer 240 Hotelzimmer für das Motel One zugestanden – die ÖVP hatte zuvor eine Begrenzung auf 160 Zimmer gefordert. Ende Feber soll nun der Gemeinderat diesem Entwurf zustimmen, der Baustart ist für Ende 2018 geplant. PEMA geht von einer Fertigstellung 2020 aus.

WAS SAGT MOTEL ONE
ZUR DISKUSSION?

In einem Interview mit der „Öster­reichischen Gastronomie- & Hotel­zeitung“ äußerte sich Ursula Schelle-Müller, Marketingchefin von Motel One, im Oktober 2017 zum Widerstand der Innsbrucker Hotellerie so: „Ich verstehe ja, dass Hoteliers meinen, es gäbe schon genug Hotels. Aber wenn in einer Stadt nichts passiert, wird sie irgendwann touristisch uninteressant. Es braucht Belebung. Ich glaube, bis wir eröffnen, hat sich das gelegt.“

in Österreich

Motel One ist mit vier Hotels in Wien vertreten, in Salzburg gibt es zwei Häuser.

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Der nächste Standort wird 2019 in Linz eröffnet, dann folgt Graz (voraussichtlich noch vor der Eröffnung in Innsbruck).

DAS KONZEPT

Motel One hat das Konzept des Low-Budget-Designhotels perfektioniert. Dazu gehört einerseits, dass alle Standorte über sehr schöne und oft auch großzügige Lobbys verfügen, die an (deutlich teurere) Boutiquehotels in großen Städten erinnern. Damit macht sich Motel One auch für Geschäftsreisende attraktiv, die es gewohnt sind, in Häusern mit mehr Sternen zu nächtigen. Für diese Zielgruppe gibt es in größeren Häusern auch eigene Superior-Zimmer. Die Standorte sind immer sehr zentral bzw. an neuralgischen Punkten einer Stadt (Messe, Bahnhof, wichtige U-Bahn-Stationen).

Die Standard-Zimmer sind klein, aber hochwertig ausgestattet (inklusive Designersessel und Boxspring-Betten mit verschiedenen Kissen) und bis ins Detail durchdacht. Steckdosen direkt beim Bett für den Handylader gibt es immer, Schränke hingegen nicht (nur eine Kleiderstange). Auf eine gutriechende Bio-Handseife im schönen Spender wird allerdings Wert gelegt – diese Details merkt sich der Gast ebenso wie die omnipräsente Signature-Farbe Türkis.

Andere Hotel-News
aus Innsbruck

Stage 12 ist eröffnet

Am 12. Dezember wurde das Stage 12 (betrieben von der Hotelfamilie Penz), das zwischen Maria-Theresien-Straße 12 und den Rathausgalerien liegt, eröffnet. Es gibt 120 Zimmer, die von klein und funktional bis hin zu großzügig und mit Blick auf die Nordkette reichen. Als hippes Cityhotel mit sehr zentraler Lage wird es wohl von Stadttouristen und Geschäftsreisenden gleichermaßen gut aufgenommen werden.

Aus Hilton wird MaRriott

Das ehemalige Hilton Hotel beim Casino heißt seit Mitte Jänner „TC Hotel Innsbruck“ und wird nach einem Umbau als „AC Hotel“ der Marriott-Kette wiedereröffnet. Geöffnet hat das Hotel auch in der Umbauphase.