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APRIL 2018

Wahl

Und da waren es zwölf

Ganze zwölf Listen haben ihre Kandidatur für die Gemeinderatswahlen in Innsbruck eingereicht. Zuletzt kamen die Liste Fritz und die Bürgerinitiativen Innsbruck dazu, auch der Seniorenbund tritt an.

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is 23. März um 17 Uhr hatten die Innsbrucker Parteien Zeit, eine Wahlliste für die Gemeinderatswahlen einzureichen. Seit diesem Zeitpunkt steht fest: Zwölf Parteien treten an. Neun davon stellen auch eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Direktwahl des Stadtoberhaupts. Nur die Alternative Liste Innsbruck (ALI), die Bürgerinitiativen Innsbruck und der Seniorenbund gehen ohne Kandidaten ins Rennen.

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Als Letzte in den Ring gestiegen sind die Liste Fritz, die Bürgerinitiativen Innsbruck und der Seniorenbund, der in der Vergangenheit ein Wahlbündnis mit der ÖVP gebildet hatte. Ob es auch heuer zu einer Listenkoppelung kommt, war zuletzt noch unklar.

Fritz für Innsbruck.

Die Liste Fritz hat sich nach der Landtagswahl im Feber für ein Antreten in Innsbruck entschieden. Dort konnten 7,89 Prozent der Stimmen – ein leichtes Plus von 0,81 Prozent – erreicht werden. „Die Innsbrucker Wähler brauchen eine Alternative. Die Liste Fritz beweist seit zehn Jahren, dass sie ständiger Ideengeber und hartnäckiger Aufpasser in einem ist“, erklärt Spitzen- und Bürgermeisterkandidat Thomas Mayer die Motivation, anzutreten.

Aufpassen wolle die Liste auch darauf, dass Innsbruck sich zu einer Wohlfühlstadt weiterentwickle. Mit der „Drüberfahrpolitik“ der letzten Jahre müsse daher Schluss sein, außerdem würde man auch für „ernstgemeinte Bürgerbeteiligung“ stehen. In Sachen Wohnen fordert Thomas Mayer, dass die Innsbrucker Stadtpolitik das ungebremste Wachstum eindämmen müsse: „Weil zusätzliche 25.000 Zuzügler in den nächsten zehn Jahren nicht verkraftbar sind. Die Kosten für die notwendige Infrastruktur wachsen uns über den Kopf.“

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Viel Kritik übt die Liste Fritz auch an den Großprojekten der Stadt. Die würden neben den Kostenexplosionen auch im laufenden Betrieb ein Minus schreiben – und wären mit der Liste Fritz gar nicht erst passiert, sagt Mayer: „Solche Kostenüberschreitungen wird es mit uns nicht geben, weil wir eine begleitende und unabhängige Kontrolle einführen und mehr Zeit für eine gründlichere Planung aufwenden werden.“

Patscherkofel verbindet.

Für ein Antreten haben sich auch die Bürgerinitiativen Innsbruck entschieden.

Als Letzte in den Ring gestiegen sind die Liste Fritz, die Bürger­initiativen Innsbruck und der Seniorenbund.

Noch gut zu wissen:

104.245 Innsbruckerinnen und Innsbrucker sind am 22. April wahlberechtigt, der Großteil davon – 54.548 – sind Frauen. 2012 lag die Wahlbeteiligung bei 52,3 Prozent.

Die meisten Wahllokale in den 153 Wahl­sprengeln der Stadt haben bis 17 Uhr geöffnet. Mit einem Ergebnis ist nicht vor 19 Uhr zu rechnen, aber es wird auch das Ergebnis der Wahlkarten beinhalten. Dafür werden keine einzelnen Sprengel- oder Zwischenergebnisse veröffentlicht, bevor das Ergebnis nicht rechtskräftig ist – rund vier Wochen nach der Wahl.