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DEZEMBER 2014

Hurra, ich darf kiffen!

Unter dem Deckmantel einer wissenschaftlichen Studie verkaufen die Inn Piraten Cannabis an gutgläubige Kiffer. Was Letztere nicht wissen: Sie bleiben trotz Probanden-Ausweis strafbar.

Fotos: Emanuel Kaser
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it dem Slogan „Legal kiffen für die Wissenschaft“ rufen die Inn Piraten auf ihrer Homepage dazu auf, sich an einer medizinisch-wissenschaftlichen Studie über Cannabis zu beteiligen. Im Zuge dieses Projekts „thc4all“ verkaufen sie an Teilnehmende, die sich kostenlos online registrieren lassen, ein Gramm Gras um 3,50 Euro. Ein Probanden-Ausweis soll vor strafrechtlicher Verfolgung schützen. Die Inn Piraten berufen sich dabei auf das internationale Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961, das den Einsatz von Cannabis in medizinischen Studien erlaubt. Ziele sind die Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums und die kontrollierte Abgabe von Drogen.

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Das scheinbar legale Gras zum billigen Preis mag für manche verlockend klingen, doch der Haken ist: Es existiert weder eine zuständige Aufsichtsbehörde, die die Studie genehmigt hat, noch wird sie von einer Ethikkommission überwacht. Die Studie ist also eine Farce.

 

 

Lizenzen zum Kiffen gibt es von Inn Piraten wie Heinrich Stemeseder.